Virale Bilder. Eine kunstdidaktische Betrachtung des Online-Memes

Das Seminar Virale Bilder. Eine kunstdidaktische Betrachtung des Online-Memes, das ich im kommenden Sommersemester an der Kunstakademie Münster halten werde, fragt nach den neuen Formaten und der spezifischen Bildästhetik, die durch ‚virale‘ Bilder im Netz geprägt wird.

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Welchen Einfluss haben diese auf die zeitgenössische Kunst und wie wiederum wirken die Methoden und Strategien der Avantgarde-Bewegungen

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Lieblingsobjekte. Sachkultur und materielle Kulturforschung

Seminar im Wintersemester 2014/2015, Sommersemester 2015

Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

Chucks, Jutebeutel, schneeweiße T-Shirts, Beanies, schwarz-rote Holzfällerhemden, Rayban-Brillen – alle diese oft gesehenen und wiederkehrenden jugendlichen Stilaccessoires scheinen einen ‚Subtextʼ zu ihren Trägern zu vermitteln. Aber was genau haben sie uns zu sagen? Als feste Bestandteile eines jugendkulturellen Stilkanons, als Kultobjekte, transzendieren sie seine alltägliche Gegenwart, indem sie diese mit einer Vielzahl popkulturell archivierter Bilder überblenden und so einen Bezugsrahmen aus Zitaten und Referenzen schaffen. Dessen Wirkung entfaltet sich auf einer komplexen, rein visuellen Ebene.

Um diese zu erfassen sind keine Worte notwendig. Um sie nachzuvollziehen, einzuordnen und zu dokumentieren jedoch schon.

Das Kolloquium hat es zum Ziel, die Auseinandersetzung mit Objekten, die in jugendkulturellen Stilzusammenhängen von besonderer und prägender Bedeutung sind und waren, anzuregen und einzuüben. In drei ganztägigen Sitzungen wird es darum gehen, Objekte, die über dieses transzendierende Potential verfügen, zu bestimmen und die beschreibende wissenschaftliche Annäherung an diese zu erlernen.

Sammler, Fälscher, Kuratoren- Jugendliche Bildstrategien im Netz.

Ein kunstdidaktischer Blick auf das An- und Enteignen medialer Bilder

Seminar im Wintersemester 2014/2015

Kunstakademie Münster, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

„MySpace? Bitch please, Internet-Individualität erschaffen sich moderne Kids schon längst via Tumblr. Wichtigstes Zubehör bei der Identitätsproduktion: Das Bild.“ schreibt der Medienwissenschaftler Ji-Hun Kim in De:Bug[1]. Die sich verändernden Bild- und Stilstrategien Jugendlicher führen dabei jedoch nicht nur zu einer beständigen Neukontextualisierung visueller Inhalte im Netz, sondern auch zu der Notwendigkeit einer ‚Inventur’ der kunstdidaktischen Mehoden im Umgang mit netz-affinen Jugendlichen und ihrer spezifischen Rezeptions- und Produktionsstrtegien.

Mit der gestiegenen Relevanz der Social Media lässt sich eine Entwicklung hin zu einer ‚kuratierenden‘ Praxis unter Jugendlichen beobachten, die von der medialen Struktur der Plattformen begünstigt bzw. bedingt ist.[2] Die individuelle und vermeintlich authentische Online-Äußerung des Einzelnen tritt dabei zunehmend gegenüber der spielerisch-eklektizistischen Neukontextualisierung von Bildmaterialien in den Hintergrund; einer visuellen Technik, die historisch gesehen aus dem künstlerisch-experimentellen Bereich stammt. So entfaltet sich das Spannungsfeld zwischen den ästhetischen Wirkungskreisen von populärer Kultur und Kunst, das sowohl inhaltlich als strukturell im Rahmen eines zeitgemäßen Kunstunterrichts produktiv aufgenommen werden kann.

Es stellen sich damit aus einer didaktischen Blickrichtung heraus Fragen im Bezug auf die zeitgemäße Vermittlung von Kunst in der Arbeit mit jugendlichen ‚Digital Natives’: Wie findet die veränderte Bildkompetenz, mit der sich zukünftige Kunstpädagogen konfrontiert sehen, angemessen Eingang in die kunstpädagogische Praxis? Und wie verändert sich die Relevanz des Kontextes in dem Kunst passiert/gezeigt wird, angesichts der charakteristischen medialen An- und Enteignungsstrategien? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Seminars verfolgt und erörtert werden. Neben der Auseinandersetzung mit den charakteristischen Medienformaten und der Bildnutzung Jugendlicher ist es dabei das Ziel der Veranstaltung, interessante Perspektiven für eine sowohl kritische als auch produktiv gestaltende Nutzung der Neuen Medien im Kunstunterricht zu entwickeln.

Weblog. Zwischen Werkstatt-, Forschungs- und Fake-Tagebuch

Übung im Wintersemester 2012/2013

Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Uniersität Frankfurt am Main, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

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Der Blog als virtuelles Tagebuch, das sich einer mehr oder weniger klar definierten Öffentlichkeit präsentiert, erscheint als Medium der Selbstdarstellung gleichzeitig sehr effektiv und ambivalent. Welche Möglichkeiten gibt es, dieses Medium als Plattform eigener Alltagsbeobachtungen, künstlerischer Projektskizzen oder als Portfolio und Medium der Selbstdarstellung im Netz einzusetzen? Und welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus, die so gesuchte Öffentlichkeit alternativ zu nutzen und den über das Motiv des Tagebuchs erzeugten Mythos von Privatheit und Authentizität bewusst zu irritieren oder zu unterwandern?

In der Übung Weblog werden die Grundlagen der Nutzung des Mediums Blog vermittelt. Dabei wird das Arbeiten mit den verschiedenen Medien wie Bild-, Video und Tondokumenten eingeübt.  Die mögliche Nutzbarkeit für den weiteren Verlauf des Studiums wird dabei ebenso im Blick behalten wie die Formen seiner alternativen Nutzung zu erkundet.

Keeping it Real. Das fotografische Bild als Medium zwischen Dokumentation und Inszenierung von Jugend

Seminar im Sommersemester 2009,

Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

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Im Rahmen des Seminars Grundlagen des Gestaltens. Neue Medien wird ein Schwerpunkt auf die Frage nach der Ambivalenz von Dokumentation und Inszenierung im Bezug auf das fotografische Medium gelegt werden. Dabei ist vor alle die Darstellung des jugendlichen Lebensalters und die mit diesem verbundenen Bildkonventionen, bzw. deren Irritation und Variation von besonderem Interesse.

Anhand der Arbeit der zeitgenössischen Fotografen Larry Clark, Wolfgang Tillmans und Ryan McGinley, die sich durch die künstlerische Auseinandersetzung mit jugendlichen Lebenswelten auszeichnen, wird dabei über die Inszenierung der biografischen Jugendphase in zeitgenössischer Fotografie nachgedacht und diskutiert werden.

Auf diese Beschäftigung aufbauend werden in Rahmen dieses Grundlagenseminars eigenständig Konzepte fotografischer Projekte entwickelt, umzusetzt undpräsentiert werden.